Gábor Radnay
Fachpsychologe für klinische Psychologie, Familientherapeut
Studien, Arbeitsstellen: Nach Studien der Ökonomie schloss ich 2001 meine Studien an der Universität ELTE, am Studiengang Psychologie ab. Anfangs arbeitete ich als Schulpsychologe und in der Zentrale für Frühförderung Budapest mit den Familienmitgliedern von behinderten Kindern.
2001 legte ich die Grundprüfung in Familientherapie ab, seitdem beschäftige ich mich mit Familien- und Paartherapie. 2008 legte ich die Fachprüfung in Familientherapie, 2009 in klinischer und mentalhygienischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie ab 2005 bis 2008 arbeitete ich in der Fachambulanz für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie in der Faludi Straße aufgrund einer psychoanalytisch orientierten Methode.
In der Zentrale für Mentalhygiene halte ich seit 2006 Sprechstunden, hier beschäftige ich mich überwiegend mit Erwachsenen, Jugendlichen und Paaren.
Ich bin Mitglied des Ungarischen Vereins für Psychologie und des Ungarischen Vereins für Familientherapie. Drei Jahre lang lebte und arbeitete ich in der Schweiz. Ich führe regelmäßig Therapien auf Deutsch durch.
Ich halte in meiner Arbeit die Flexibilität für wichtig, die Anpassung der Therapie der Person und ihrem Problem, auch was die Zeit, die Direktheit und die Ziele betrifft. Grundlage der Therapie und auch eine Voraussetzung für die Besserung ist die Herstellung einer entsprechenden Vertrauensbeziehung. Immer der Klient entscheidet darüber, worüber er sprechen möchte und worüber nicht, oder noch nicht – das Erleben dieser Freiheit kann eine sehr wichtige Rolle in der Therapie spielen.
Meine Auffassung und meine Arbeit sind von einer analytischen Ansicht geprägt. Auch die symptomatische Behandlung ist wichtig, doch ich glaube daran, dass das Herausfinden, die Offenlegung der Quelle der Probleme, das gemeinsame Erleben und die Bewusstmachung einen Heilungseffekt ausüben. Es handelt sich also um ein gemeinsames Werk, in dem auch die Heilungsabsicht und die Ressourcen des Klienten wichtige Bestandteile sind. Nach meinen Erfahrungen können wir langfristig – ohne Symptomwandel – eine Verbesserung eher von dieser Methode erhoffen, als von einem schnellen Eingriff. Doch auch eine problemorientierte, dynamische Kurztherapie ist möglich. Das gemeinsame Ziel, das ich und der Klient zusammen vereinbaren, ist wichtig.
Ein anderer Grundstein für meine Ansicht ist die Familien- und Paartherapie, die erfahrungsgemäß in gewissen Fällen die effizienteste Methode ist. Diese Richtung basiert auf systemischer Grundlage, ihre Methoden, Techniken, ihr kurzer, dynamischer Charakter sichern klare Zielsetzungen und festen Rahmen. Nachdem eine solche Therapie auf das ganze System auswirkt, kann sie eine grundlegende Änderung in Gang setzen.